Waldbauliche Zielsetzung und Leitbilder

Die Forstbetriebsgemeinschaft "Fresdorfer Heide" w.V. pflegt den Wald der Mitgliederbetriebe nachhaltig, naturnah und ökologisch.

Für dieses Konzept hat die Forstbetriebsgemeinschaft "Fresdorfer Heide" w.V. 2001 das Zertifikat des Pan-Europäischen Forst-Zertifizierungssystem (PEFC) erhalten. 

 

Die Planung der Stabilität der Wälder von morgen 

Die Waldökosysteme haben zwar durchaus die Fähigkeit, sich den veränderten Umweltbedingungen anzupassen, jedoch das Tempo der sich derzeitig vollziehenden veränderten Umweltbedingungen scheint so hoch zu sein, wie es aus der jüngsten Erdgeschichte unbekannt ist. Es ist deshalb sehr wahrscheinlich, dass sich die jetzigen Waldbäume nicht so schnell an das hohe Tempo des Klimawandels anpassen können.

Die Folge wird sein, dass einige Baumarten aus bestimmten Regionen Brandenburgs verschwinden werden und danach andere Baumarten sich ansiedeln werden.

Die Bedrohung für unsere Menschen und Wälder besteht darin, dass in dieser Übergangsphase, die sehr viele Jahre wenn nicht Jahrzehnte andauern kann, die Erfüllung der Nutz-, Schutz- und Erholungsfunktion unserer Wälder nicht mehr gegeben ist.

 

Was können wir als Waldbesitzer tun? 

Kernpunkt der Ziele zur Waldbewirtschaftung in der Forstbetriebsgemeinschaft (FBG) ist die Verwendung ökologisch zuträglicher Baumarten, die den jeweiligen örtlichen Bodenverhältnissen angepasst sind.

 

Im Vordergrund steht die Anlage von Mischwäldern und die Erhöhung des Anteiles der Laubbaumarten.

 

Diese Zielstellung verspricht für unsere Waldbesitzer ökologische und ökonomische Vorteile zugleich. Die Risiken der Waldbewirtschaftung durch Sturm-, Waldbrand-,Insekten- und Umweltschäden werden gemindert und durch eine intensive Ausnutzung der Bodenkräfte wird die Leistungsfähigkeit für die nachhaltige Holzerzeugung erhöht.

Eine größere Baumartenvielfalt ist auch der allgemeinen Artenvielfalt im Sinne des Naturschutzes förderlich.

 

Ist aber die Traubeneiche und die Rotbuche noch die richtige Baumart  in unserer Region?

 

In strenger Anpassung an die regionalen und standörtlichen Wuchsbedingungen (Klima, Höhenlage, Boden, Wasserversorgung) empfehlen wir auf Grund unserer Erfahrungen der letzten 20 Jahre den Waldbesitzern auf den Z1 und Z2 Standorten (ziemlich arm) den Bestockungszieltyp (BZT) Gemeine-Kiefer (GKI) mit Anteilen von Traubeneiche. Auf den Standorten mittlerer Güte M1 bis M2+ empfehlen wir den BZT Traubeneiche (TEI) mit Anteilen von Winterlinde (WLI) und Hainbuche (HBU).

Aber auch die Birke, Robinie, Aspe, Lärche und Douglasie sind Baumarten die an Bedeutung gewinnen werden und mit denen wir auf jeden Fall waldbaulich weiter arbeiten sollten.

 

Waldumbaumaßnahmen kosten in Abhängigkeit von dem geplanten BZT ein-schließlich des Zaunneubau und des späteren Zaunabbaus sowie einer 4 jährigen Kulturpflege zwischen 7.000 EUR/ha bis zu 12.000 EUR/ha.

Eine finazielle Förderung durch Bundes- und Landesmittel ist im Land Brandenburg auf Antrag mit bis zu 85% möglich.

 

Die Maßnahmeplanung, Antragstellung, begleitende Kontrolle und Abrechnung einer solchen Waldumbaumaßnahme erfolgt für die Waldbesitzer der FBG kostenlos.